Archiv der Kategorie: Ressourcen

Fred Forchheimer – Verfolgung | Emigration | Selbstbehauptung

Frau Dr. Eva Schmidt ist Lehrerin am Dientzenhofer-Gymnasium in Bamberg und hat im vergangen Schuljahr mit ihrem P-Seminar zum Thema „Widerstand und Verfolgung in Bamberg und Lyon“ gearbeitet. Lyon wurde als zweiter Themenschwerpunkt, neben Bamberg, gewählt, weil es ein Zentrum des französischen Widerstands war und es für das DG naheliegt, da dieses Gymnasium dort eine Erasmus-Partnerschule hat.

Frau Dr. Schmitt selbst hat zu Fred Forchheimer und seiner Familie einen ausführlichen Aufsatz geschrieben, den sie uns dankenswerter Weise zur Verfügung stellt. Fred Forchheimer war ein Bamberger Jude, dem dank Hechaluz rechtzeitig die Emigration gelang. Der Rest seiner Familie wurde ermordet, darunter auch seine Eltern.

Sein Vater Adolf Forchheimer war 1936/37 als Gemeindediener der jüdischen Gemeinde in Bamberg tätig. Für ihn und seine Frau Rosa wurde 2015 ein Stolperstein verlegt.

Die Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs

Zum jüdisch-christlichen Dialog haben sehr viele Theologen sehr viele kluge Dinge geschrieben. Wie der jüdisch-christliche Dialog in der Praxis konkret ausschaut und wohin er sich – wahrscheinlich – entwickeln wird, das können am besten die erzählen, die als Dialogpartner/innen gemeinsam auf dem Weg in die Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs sind.

Der Einladung des Jüdischen Lehrhauses Bamberg folgten Dr. Johannes Wachowski, evangelischer Theologe und seit 2011 der Vorsitzende des Vereins ‚Begegnung Juden und Christen in Bayern‘ (BCJ), Frau Barbara Göb, katholische Theologin und Beauftragte für den interreligiösen Dialog im Dekanat Bamberg und die jüdische Theologin Dr. Yael Deusel, Rabbinerin in Bamberg. Dr. Ortwin Beisbart moderierte fachkundig und einladend das Streitgespräch dieser Dialogexperten. Weiterlesen

Ist Jesus wirklich für alle gestorben?

Das Jüdische Lehrhaus Bamberg gibt sich in seinem sechsten Jahr streitbar – und stößt dabei auf großes Interesse: Mehr als 30 Personen ließen sich am 06.11.2014 auf das theologische Streitgespräch zwischen Dr. Jürgen Bründl und Dr. Susanne Talabardon ein. Eine spannende Frage, „Ist Jesus wirklich für alle gestorben?“ stand im Raum – und gewisser Weise auch zwischen den Streitpartnern: Dr. Bründl, der als katholischer Systematiker an diesem Lehrhausabend die christlichen Traditionen verkörperte und Dr. Talabardon, die als Judaistin eben diese Position kritisch anfragt und die jüdischen Perspektiven ins Spiel bringt.

Nun ist bei diesen beiden Theologen nicht wirklich mit einer Auseinandersetzung ‚bis aufs Messer‘ zu rechnen – wohl aber mit einem Streit im besten Sinne des Wortes: ein gemeinsames Ringen um gegenseitiges Verstehen, um Klarheit in den unterschiedlichen Positionen und die lustvolle Wertschätzung der Verschiedenheit. Und in diesem Streit, der in der Tat Frieden und Begegnung verwirklicht, konnte das Publikum nicht nur begeistert und staunend lauschen, sondern sich auch immer wieder einbringen, mitstreiten – und damit mit-klären und vielleicht auch eine eigene Position zur Frage „Ist Jesus wirklich für alle gestorben?“ finden. Weiterlesen

Der erste Vortrag im Wintersemester 2014/15

Der Auftakt zum neuen Arbeitsjahr des Jüdischen Lehrhauses Bamberg ist ein Vortrag in Kooperation mit dem Cafè Israel und der Professur für Judaistik der Universität Bamberg: Igal Avidan spricht zum Thema „Die Ultraorthodoxen und das Militär in Israel“.

Wir freuen uns, Sie am 20.10.2014 um 20:00 Uhr in die U2 (Innenhof von St. Martin) einzuladen und im Anschluss an den Vortrag von Igal Avidan in einem kleinen Festakt den 5. Geburtstag des Jüdischen Lehrhauses Bamberg feiern zu können!

Igal Avidan ist israelischer Journalist und beschäftigt sich seit Jahren mit den ultra-orthodoxen Juden in Israel, z.B. mit dem „Koscheraufstand in Jerusalem“ oder eben mit der Rolle der ultraorthodoxen Juden in der israelischen Armee. Diesem Thema ist sein Vortrag am 20.10.2014 gewidmet. Weiterlesen