Eine offene Tür zum Judentum

“Hier ist die Tür offen, wir zeigen das Judentum in seiner Vielfalt.” Heinrich C. Olmer

8.12.19 | Poetryslam: Heimat ist dort, wo Mama wohnt

8.12.19 | Poetryslam: Heimat ist dort, wo Mama wohnt

Junge Leute haben ganz eindeutig auch etwas zu sagen:

… zu Demokratie, Menschenrechten und Solidarität – und damit natürlich auch zu ihren Erfahrungen mit Rassismus, Flucht und Gewalt.

Und darauf hören wir als Verein nur zu gerne!


Für einen PoetrySlam-Abend zum Thema Heimat haben sich zwei ziemlich ungleiche Partner zusammen gefunden:

Die evangelische Studierendengemeinde (esg) und der Verein zur Förderung der jüdischen Geschichte und Kultur Bambergs e.V. laden Leute ein, über Heimat nachzudenken – und dazu das Kunstformat PoetrySlam zu nutzen.

Der Anlass ist die Woche der Brüderlichkeit 2019 und damit das Thema Antisemitismus – und vor allem die Lust an guten Texten, die von „Erfahrungen in Gefühl“ erzählen. 
Antisemitismus nimmt sich das Recht heraus, Menschen auf Grund ihrer Herkunft als Feind zu betrachten. Stereotype, Verallgemeinerungen – Ideologie eben. Brandgefährlich und menschenverachtend. Und eine Mahnung, wach zu sein für jede Form, die versucht, Menschen das Recht auf Leben in Sicherheit zu verwehren und die Gruppen von Menschen die Schuld an irgendwas zuweist. Im Deutschland 2019 aktuell. Brandaktuell. 

Für junge Unileute und alte Vereinsleute ein guter Grund sich zusammen zu tun und über ein unglaublich schwieriges Wort ins Gespräch zu kommen. 

Über den Begriff Heimat, 
– über den es sich stundenlang streiten lässt, 
– das unzählige Konzepte mitmeint,
– das brässig und verbraucht scheint, sicher auch immer wieder missbraucht worden ist

Und das zweifelsohne ein Sehnsuchtswort ist:


„Heimat ist da, wo man auch mit Mitte Dreißig manchmal wieder ein bisschen Kind sein darf.“

Annika beim Poetry Slam der VHS Oldenburg

Nicht nur, wie Dominik beim VHS-Slam meint: „Heimat ist dort, wo Mama wohnt!“ – sondern für Menschen jeden Alters:

„Heimat … der Ort, an den ich nach langer Zeit zurückkehre und Gespräche fortführe, als wäre ich nie weggewesen.“

Jörg beim Poetry Slam der VHS Oldenburg


Über den Begriff Heimat, der leider auch für Viele ein Schmerzenswort ist – für die, die ihre Heimat aufgeben mussten und sich ein neues Zuhause schaffen oder für die, deren Heimat aus verschiedenen Gründen nicht mehr existiert.

Und da treffen sich diese unterschiedlichen Partner:

Die Studierenden der esg, für die es ganz persönlich ein Thema ist, Heimat zu finden als junge Erwachsene …


Und ein Verein, der die Türen zum Judentum und damit zu einer Geschichte der Stereotype und des Hasses öffnen hilft und immer wieder daran erinnert, dass Menschenwürde und Menschenrechte unantastbar sind – unabhängig von Rasse, Religion, Herkunft und Geschlecht. 

An diesem Abend erzählen Menschen von Ihrem Erleben:

Und Sie sind eingeladen, zuzuhören und mitzureden! 

Was bisher feststeht ist der Ort: Der Freiraum in der Kapuzinerstraße 17 in Bamberg. An einem SonntagAbend im Wintersemester 2019/20 – um 20 Uhr.

Wann genau und was genau da passieren wird: Seien Sie neugierig und abonnieren Sie unseren Newsletter – dort erfahren Sie es als Erste!

Heike Kellner-Rauch

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