26. April: Vortrag: Prof. Dr. Iris Hermann: Jüdisch-deutschsprachige Literatur der Bukowina

Wir freuen uns auf das Sommersemester 2018 und laden Sie herzlich ein zum ersten Vortrag der

Vortragsreihe

Czernowitz und die Bukowina

von

Prof. Dr. Iris Hermann

26.04.2018

zum Thema

Jüdisch-deutschsprachige Literatur der Bukowina

Der Czernowitzer Germanist Petro Rychlo schreibt über die Bukowina:

Czernowitz, die Hauptstadt des ehemaligen habsburgischen Kronlandes Bukowina, einer Gegend, in der Menschen und Bücher lebten (Paul Celan), war der Fliegende Holländer der Geschichte. In den letzten 250–300 Jahren wechselte die Stadt ihre Herrscher, staatlichen Regime und Nationalfahnen wie Handschuhe. Sie war fürstlich-moldauisch, sultanisch-osmanisch, k.u.k.-österreichisch-ungarisch, königlich-rumänisch, kommunistisch-sowjetisch. Heute ist sie ukrainisch. Eine schlicht fantastische Stadt, […] eine Stadt, in der etwa ein Dutzend verschiedener Nationalitäten lebte und wo jeden Tag ein halbes Dutzend Sprachen klang, wo eine einzigartige Symbiose germano-romano-slawisch-jüdischer Kultur mit ihrer polyethnischen Buntheit und ihrem kosmopolitischen Geist bestand.

Insbesondere die reiche deutschsprachige Literatur im 19. und 20. Jahrhundert war Ausdruck dieser reichen Kultursymbiose, die im Vortrag thematisiert wird. Im Mittelpunkt steht dabei die jüdische Literatur, allen voran Karl Emil Franzos, Paul Celan und Rose Ausländer.

Iris Hermann ist Inhaberin der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und unterrichtet regelmäßig im Studiengang Jüdische Studien.

Wie immer um 19:00 Uhr s.t. im Raum 00.26 an der Universität 2 (Innenhof St. Martin – Eingang Richtung Naturkundemuseum auf der rechten Seite) in Bamberg

Alle Vorträge im Überblick finden Sie hier.

 

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