01. Juni: Vortrag: Prof. Dr. Christoph Houswitschka: Das Jüdische Museum London

Der zweite Vortag im Sommersemester 2017 von Prof. Dr. Christoph Houswitschka findet am 01. Juni zum Thema: „Das Jüdische Museum London“ statt.

Der Vortrag stellt Geschichte und Konzept des Jewish Museum London vor. Im Jahre 1994 zog das 1932 gegründete Museum vom bürgerlichen Bloomsbury nach Camden Town und vereinigte sich dort mit dem 1983 gegründeten London Museum of Jewish Life, das im East End lag, dem Stadtteil, an dem Generationen verarmter Migranten ankommen. Während das Museum im Woburn House religiöse und weltliche Kunst ausstellte, sollte das Museum im East End jüdisches Alltagsleben, vor allem auch das Leben jüdischer Arbeiter aus der Zeit der Einwanderung zu Beginn des 20. Jahrhunderts zugänglich machen. Vor dem Hintergrund einer kurzen Einführung zur Museumstheorie wird das Konzept des neuen Museums vorgestellt, das Tradition mit modernsten Museumskonzepten zu verbinden versucht. Mit seiner Dauerausstellung, seinen sehr aktuellen Wechselausstellungen und vielseitigen Workshops richtet sich das jüdische Museum an alle Gruppen im heterogenen, kulturell vielseitigen London, das nicht nur selbst die Diversität unserer Gesellschaften repräsentiert, sondern Besucher aus dem Vereinigten Königreich und vielen anderen Ländern anzieht. Das jüdische Museum versteht sich als eine Institution, die an der Kreativität einer multikulturellen Gesellschaft teilnimmt und selbstbewusst gegen Vorurteile und Engstirnigkeit auftritt. Das Jewish Museum repräsentiert damit das institutionalisierte Selbstverständnis der alten jüdischen Diaspora in England, die in der Mitte der Gesellschaft steht und aktiv an ihren Veränderungen teilnimmt.

Wie immer um 19:00 Uhr s.t. im Raum 00.26 an der Universität 2 (Innenhof St. Martin – Eingang Richtung Naturkundemuseum auf der rechten Seite) in Bamberg.

Alle Vorträge im Überblick finden Sie hier.

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